Mit dem Herbst beginnt die Zeit, in der Husten, Schnupfen und Halsschmerzen wieder häufiger auftreten. In der Erkältungssaison 2026/2027 sind bereits verschiedene Atemwegsviren im Umlauf. Besonders Rhinoviren und Enteroviren spielen derzeit eine große Rolle. Auch Parainfluenzaviren werden regelmäßig nachgewiesen. Gleichzeitig beobachten Fachleute erste Anzeichen dafür, dass die Aktivität von Grippeviren und SARS-CoV-2 zunimmt.
Für viele Menschen in Mülheim an der Ruhr, Düsseldorf und Umgebung stellt sich deshalb die Frage: Wie lässt sich eine Erkältung vermeiden? Welche Symptome sind typisch? Und wann ist es sinnvoll, sich in einer Apotheke beraten zu lassen?
In diesem Ratgeber erfährst du, welche Erreger in der aktuellen Saison eine Rolle spielen, wie du dich und deine Familie schützen kannst und worauf du bei den ersten Anzeichen eines Infekts achten solltest.
Erkältungssaison 2026/2027: Wie ist die aktuelle Lage?
Die Erkältungssaison beginnt in Deutschland üblicherweise im Herbst. Wenn die Temperaturen sinken, halten sich viele Menschen häufiger in geschlossenen Räumen auf. Dort können sich Atemwegsviren leichter verbreiten, insbesondere wenn wenig gelüftet wird.
Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) wurden Anfang Oktober 2026 rund 5,6 Millionen neue Atemwegsinfektionen innerhalb einer Woche geschätzt. Das Infektionsgeschehen lag damit auf einem für diese Jahreszeit üblichen, moderaten Niveau. Die meisten nachgewiesenen Erreger gehörten zu den typischen Erkältungsviren. Auch die Zahl der Grippe- und Covid-19-Fälle zeigte erste Anstiege, obwohl die Aktivität dieser Viren insgesamt noch niedrig war.
Die Erkältungssaison verläuft nicht bei jedem Menschen gleich. Welche Viren gerade dominieren, kann sich innerhalb weniger Wochen verändern.
Die aktuellen Zahlen sind Momentaufnahmen. Sie geben Hinweise darauf, welche Erreger in Deutschland zirkulieren, lassen sich aber nicht unmittelbar auf jede einzelne Stadt übertragen. Auch in Mülheim an der Ruhr und Düsseldorf ist deshalb mit den üblichen saisonalen Atemwegsinfektionen zu rechnen.
Diese Viren sind in der Erkältungssaison besonders verbreitet
Erkältung ist ein Sammelbegriff für Infektionen der oberen Atemwege. Mehr als 30 verschiedene Virustypen können entsprechende Beschwerden auslösen. Die Symptome überschneiden sich häufig, sodass sich der genaue Erreger allein anhand von Schnupfen oder Husten nicht sicher bestimmen lässt.
Rhinoviren und Enteroviren: Häufige Auslöser einer Erkältung
Rhinoviren gehören zu den bekanntesten Ursachen für gewöhnliche Erkältungen. Sie befallen die Schleimhäute der Atemwege und können Schnupfen, Niesen, Halsschmerzen und Husten verursachen. Manche Infektionen verlaufen mild, andere beeinträchtigen den Alltag für mehrere Tage.
Enteroviren können ebenfalls Atemwegsbeschwerden auslösen. Einige Vertreter dieser Virusgruppe verursachen zusätzlich andere Krankheitsbilder.
Typische Symptome einer durch Rhinoviren ausgelösten Erkältung sind:
- laufende oder verstopfte Nase
- Niesreiz und gereizte Schleimhäute
- Kratzen im Hals
- Husten
- allgemeines Unwohlsein und Müdigkeit
In vielen Fällen bessern sich die Beschwerden innerhalb von sieben bis zehn Tagen. Ein Husten kann allerdings länger anhalten.
Parainfluenzaviren: Wenn die Atemwege gereizt sind
Parainfluenzaviren können unterschiedliche Atemwegserkrankungen verursachen. Bei Erwachsenen äußert sich eine Infektion häufig durch erkältungsähnliche Beschwerden. Bei kleinen Kindern können diese Viren auch eine Kehlkopfentzündung mit bellendem Husten und Atemproblemen auslösen.
Besonders bei Kindern sollte auf auffällige Atemgeräusche, eine erschwerte Atmung oder starke Unruhe geachtet werden. Bei Atemnot ist sofort medizinische Hilfe erforderlich.
Coronaviren umfassen mehrere Virustypen. Einige saisonale Coronaviren verursachen überwiegend gewöhnliche Erkältungen. SARS-CoV-2 kann dagegen Covid-19 auslösen, deren Verlauf von leichten Beschwerden bis zu einer schweren Erkrankung reichen kann.
Die aktuellen Daten für den Beginn der Saison 2026/2027 zeigen eine noch vergleichsweise niedrige Aktivität von SARS-CoV-2. Gleichzeitig wurden erste Anzeichen einer Zunahme beobachtet.
Mögliche Beschwerden sind:
- Halsschmerzen und Husten
- Schnupfen
- Fieber oder erhöhte Temperatur
- Kopf- und Gliederschmerzen
- Erschöpfung
- Veränderungen des Geruchs- oder Geschmackssinns
Da die Symptome einer Covid-19-Infektion einer gewöhnlichen Erkältung ähneln können, lässt sich die Ursache nicht immer zuverlässig anhand der Beschwerden erkennen.
Influenza: Die echte Grippe
Die Influenza unterscheidet sich häufig von einer klassischen Erkältung durch ihren plötzlichen Beginn und die stärkere Belastung des gesamten Körpers. Typisch sind ausgeprägtes Krankheitsgefühl, Fieber, trockener Husten sowie Kopf- und Gliederschmerzen.
Zu Beginn der Erkältungssaison 2026/2027 lag die nachgewiesene Influenza-Aktivität noch auf einem niedrigen Niveau. Die Zahlen zeigten jedoch erste Anstiege. Wann die Grippewelle ihren Höhepunkt erreicht, lässt sich daraus nicht sicher vorhersagen.
Eine Grippeschutzimpfung kann insbesondere für Menschen mit erhöhtem Risiko sinnvoll sein. Dazu gehören beispielsweise ältere Menschen, Schwangere und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen. Welche Impfungen im Einzelfall empfohlen werden, sollte mit einer Arztpraxis besprochen werden.
RSV und weitere Atemwegsviren
Das Respiratorische Synzytial-Virus, kurz RSV, kann sowohl Erwachsene als auch Kinder infizieren. Besonders für Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen kann eine RSV-Erkrankung problematisch werden. Bei kleinen Kindern sind Entzündungen der unteren Atemwege möglich.
Weitere Erreger wie Adenoviren und humane Metapneumoviren können ebenfalls Erkältungsbeschwerden, Fieber oder Erkrankungen der unteren Atemwege verursachen.
Erkältung oder Grippe: Woran erkennst du den Unterschied?
Eine gewöhnliche Erkältung beginnt häufig schleichend. Zunächst kratzt der Hals, anschließend kommen Schnupfen und Husten hinzu. Bei einer echten Grippe fühlen sich Betroffene dagegen oft innerhalb kurzer Zeit deutlich krank.
| Merkmal | Erkältung | Influenza |
|---|---|---|
| Beginn | Meist schleichend | Häufig plötzlich |
| Schnupfen | Häufig | Möglich |
| Halsschmerzen | Häufig | Möglich |
| Fieber | Eher selten oder mild | Häufiger, oft ausgeprägt |
| Kopf- und Gliederschmerzen | Meist leichter | Oft deutlich |
| Erschöpfung | Unterschiedlich | Kann stark ausgeprägt sein |
Diese Übersicht bietet nur eine Orientierung. Die Beschwerden können sich überschneiden. Eine sichere Unterscheidung ist allein anhand der Symptome nicht immer möglich.
Wer plötzlich hohes Fieber bekommt und sich ungewöhnlich schwer krank fühlt, sollte eine Grippe oder eine andere ernsthafte Infektion in Betracht ziehen und bei Bedarf ärztlichen Rat einholen.
Wie verbreiten sich Erkältungsviren?
Atemwegsviren gelangen häufig über die Luft von Mensch zu Mensch. Beim Husten, Niesen und Sprechen können erregerhaltige Partikel freigesetzt werden. Je nach Virus ist auch die Übertragung über Hände und anschließend berührte Schleimhäute möglich.
Das Ansteckungsrisiko steigt unter anderem, wenn viele Menschen längere Zeit in schlecht belüfteten Räumen zusammenkommen. Schulen, öffentliche Verkehrsmittel, Büros und Wartezimmer können deshalb Orte sein, an denen sich Atemwegsinfektionen verbreiten.
Mit einfachen Maßnahmen kannst du das Risiko senken:
- Räume regelmäßig und gründlich lüften.
- Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen.
- Möglichst nicht mit ungewaschenen Händen Augen, Nase oder Mund berühren.
- Beim Husten oder Niesen ein Taschentuch verwenden oder die Armbeuge vorhalten.
- Bei eigenen Atemwegssymptomen Abstand zu gefährdeten Personen halten.
- Bei erhöhtem Infektionsrisiko in vollen Innenräumen eine gut sitzende Maske erwägen.
Auch ausreichend Schlaf, eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung unterstützen die allgemeine Gesundheit. Sie bieten jedoch keinen vollständigen Schutz vor einer Infektion.
Was hilft bei den ersten Erkältungssymptomen?
Bei einer unkomplizierten Erkältung steht die Linderung der Beschwerden im Vordergrund. Der Körper benötigt Zeit, um die Infektion zu überwinden. Eine spezielle Behandlung, die sämtliche gewöhnlichen Erkältungsviren beseitigt, gibt es nicht.
Diese Maßnahmen können helfen:
- Ausreichend trinken: Wasser und warme Getränke helfen, den Flüssigkeitshaushalt aufrechtzuerhalten.
- Ruhe gönnen: Bei Müdigkeit oder Fieber solltest du körperliche Belastungen reduzieren.
- Nase pflegen: Kochsalzhaltige Nasensprays können die Schleimhäute befeuchten.
- Hals beruhigen: Warme Getränke oder geeignete Lutschpastillen können Halsschmerzen lindern.
- Raumluft beachten: Regelmäßiges Lüften und eine angenehme Raumtemperatur können das Wohlbefinden verbessern.
Bei Medikamenten gegen Schmerzen, Fieber oder eine verstopfte Nase kommt es auf die richtige Anwendung an. Alter, Vorerkrankungen, Schwangerschaft und andere Arzneimittel können die Auswahl beeinflussen. Abschwellende Nasensprays sollten beispielsweise nicht länger als in der Packungsbeilage angegeben verwendet werden.
Antibiotika helfen nicht gegen Viren. Sie kommen nur infrage, wenn eine bakterielle Infektion vorliegt und eine ärztliche Behandlung damit begründet ist.
Wann ist eine Beratung in der Apotheke sinnvoll?
Eine Apotheke ist eine geeignete Anlaufstelle, wenn du Fragen zu rezeptfreien Arzneimitteln, zur richtigen Anwendung oder zu möglichen Wechselwirkungen hast. Das gilt auch, wenn du unsicher bist, welches Mittel für deine Beschwerden geeignet ist.
In einer Apotheke in Mülheim an der Ruhr oder Düsseldorf kannst du beispielsweise nachfragen, welche Möglichkeiten es zur Linderung von Schnupfen, Husten oder Halsschmerzen gibt. Auch bei der Auswahl altersgerechter Präparate für Kinder ist eine fachliche Beratung hilfreich.
Besonders wichtig ist die Beratung, wenn du:
- regelmäßig Medikamente einnimmst
- an chronischen Erkrankungen leidest
- schwanger bist oder stillst
- ein Mittel für ein kleines Kind benötigst
- mehrere Erkältungspräparate kombinieren möchtest
Beachte, dass nicht jedes rezeptfreie Arzneimittel für jede Person geeignet ist. Bei starken Beschwerden oder möglichen Komplikationen ersetzt eine Apothekenberatung keine ärztliche Untersuchung.
Warnzeichen: Wann solltest du zum Arzt?
Die meisten unkomplizierten Erkältungen klingen ohne besondere Behandlung wieder ab. Bestimmte Beschwerden sollten jedoch medizinisch abgeklärt werden.
Dazu zählen:
- Atemnot oder deutliche Schwierigkeiten beim Atmen
- Brustschmerzen
- anhaltend hohes Fieber
- eine deutliche Verschlechterung nach anfänglicher Besserung
- starke Schluckbeschwerden oder ausgeprägte Schwäche
- Zeichen einer Austrocknung, beispielsweise sehr wenig Urin
Bei akuter Atemnot oder anderen lebensbedrohlichen Beschwerden solltest du den Notruf 112 wählen.
Auch Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Säuglinge, ältere Personen und Menschen mit schweren Vorerkrankungen sollten bei auffälligen Symptomen frühzeitig ärztlichen Rat suchen. Bei Verdacht auf Influenza oder Covid-19 kann für bestimmte Risikogruppen eine frühe Behandlung besonders relevant sein.
Impfungen und Vorsorge für Herbst und Winter
Gegen gewöhnliche Erkältungsviren wie Rhinoviren gibt es keine allgemein verfügbare Schutzimpfung. Für bestimmte andere Atemwegserreger stehen dagegen Impfungen oder spezielle vorbeugende Maßnahmen zur Verfügung.
Die Grippeschutzimpfung wird vor allem für Personengruppen empfohlen, bei denen eine Influenza häufiger schwer verlaufen kann. Auch bei Covid-19 und RSV gibt es je nach Alter, Gesundheitszustand und individueller Risikosituation entsprechende Empfehlungen.
Welche Vorsorge für dich infrage kommt, hängt von deiner persönlichen Situation ab. Eine Arztpraxis kann deinen Impfstatus prüfen und die geltenden Empfehlungen erläutern. Die Apotheke kann ergänzend zu geeigneten Präparaten und allgemeinen Schutzmaßnahmen beraten.
Erkältungssaison 2026/2027: Gut vorbereitet durch den Winter
Die ersten Wochen der aktuellen Erkältungssaison zeigen ein typisches Bild: Rhinoviren und Enteroviren sind weit verbreitet, Parainfluenzaviren spielen ebenfalls eine Rolle. Influenza und SARS-CoV-2 weisen noch eine vergleichsweise niedrige Aktivität auf, zeigen aber erste Anzeichen einer Zunahme. Auch RSV dürfte im weiteren Verlauf der Saison wieder stärker in den Blick rücken.
Ob du in Mülheim an der Ruhr, Düsseldorf oder anderswo lebst: Mit regelmäßigem Lüften, sorgfältiger Handhygiene und Rücksicht auf andere kannst du das Infektionsrisiko reduzieren. Wenn eine Erkältung auftritt, helfen Ruhe und eine gezielte Linderung der Symptome häufig weiter.
Bei Fragen zu rezeptfreien Arzneimitteln oder zur richtigen Anwendung ist eine Apotheke eine gute Anlaufstelle. Bei starken Beschwerden, Risikofaktoren oder Warnzeichen solltest du dagegen ärztlichen Rat einholen.
Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel dienen der allgemeinen Gesundheitsaufklärung und ersetzen keine individuelle medizinische Beratung. Die epidemiologische Lage kann sich im Verlauf der Saison verändern. Für aktuelle Zahlen sind die wöchentlichen Berichte des Robert Koch-Instituts maßgeblich.
Robert Koch-Institut: ARE-Wochenbericht, Kalenderwoche 40/2026.
Robert Koch-Institut: Häufige Fragen zur Überwachung akuter Atemwegserkrankungen.



